Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Gibt es neue Planeten?

Gibt es neue Planeten?

Baku, 21. Januar, AZERTAC

US-Astronomen glauben, dass weit draußen im Sonnensystem ein noch unbekannter Planet seine Bahn zieht. Er soll deutlich schwerer sein als unsere Erde - und nur alle 10.000 bis 20.000 Jahre einmal um die Sonne rotieren.

Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun - jedes Schulkind kennt die acht großen Körper unseres Sonnensystems. Bestenfalls die Frage, ob der noch weiter draußen liegende Pluto tatsächlich kein Planet mehr sein soll, bewegt die Gemüter. Doch was wäre, wenn dort in der Dunkelheit noch ein weiterer großer Planet seine Bahnen zieht - ohne dass wir ihn bisher bemerkt haben?

Immer wieder ist über diese Frage spekuliert worden. Nun liefern US-Forscher neue Indizien dafür, dass es im Außenbereich des Sonnensystems tatsächlich einen solchen Himmelskörper geben könnte. Und zwar einen ziemlich großen. Direkt beobachtet haben die Astronomen das Ding freilich nicht. Sie schließen nur aus den Bahndaten anderer Objekte auf das Vorhandensein von "Planet Neun", wie sie ihn nennen.

Konstantin Batygin und Michael Brown vom California Institute of Technology in Pasadena berichten im "Astronomical Journal" von einem ziemlichen Brocken, etwa zehnmal so massereich wie die Erde. Nach ihren Berechnungen könnte der mächtige Gasplanet die Sonne alle 10.000 bis 20.000 Jahre einmal umrunden - im Schnitt etwa 20-mal so weit von unserem Zentralgestirn entfernt wie Neptun, der aktuell äußerste Planet. Allerdings würde die Bahn große Abweichungen zwischen dem sonnennächsten und dem sonnenfernsten Punkt aufweisen.

Gutachter lobt "sehr stichhaltige" Argumentation - Alessandro Morbidelli vom Observatoire de la Cote d'Azur im französischen Nizza hat den Artikel der beiden Forscher vor der Veröffentlichung begutachtet. Er spricht laut einer "Science"-Meldung von einer "sehr stichhaltigen" Argumentation - und zeigt sich "ziemlich überzeugt", dass es den postulierten Planeten tatsächlich gibt.

"Zum ersten Mal seit mehr als 150 Jahren gibt es ernsthafte Belege dafür, dass die Zählung der Planeten in unserem Sonnensystem nicht vollständig ist", jubelt Forscher Batygin. Würde der postulierte Himmelskörper tatsächlich entdeckt, so bemerken Brown und er süffisant, gäbe es auch keine Diskussion um seinen Planetenstatus.

Das ist auch deswegen interessant, weil Brown Co-Autor der aktuellen Veröffentlichung ist. Er hatte mit seiner Entdeckung des Zwergplaneten Eris dafür gesorgt, dass die Internationale Astronomische Union den Pluto zum Zwergplaneten herabstufte. Und das wiederum bedeutet: Die Idee vom neunten Planeten ist durchaus ernst zu nehmen, Brown kennt sich aus in der wundersamen, dunklen Welt am Rand des Sonnensystems.

"Ich vermute, dass es mindestens ein, wenn nicht sogar mehrere bislang unbekannte Objekte dort draußen gibt", hatte er im vergangenen Jahr erklärt. Nun hat er zusammen mit seinem Kollegen Batygin einen interessanten Kandidaten dafür vorgelegt.

Wahrscheinlichkeit für Zufall bei 1 zu 15.000 - Der Planet wäre, so glauben die Wissenschaftler, 5000-mal massereicher als der Pluto - und hätte durch seine Anziehungskraft nicht nur seine Umlaufbahn von kosmischem Müll befreit, das ist Grundvoraussetzung für den Planetenstatus, sondern auch die umliegenden Gebiete.

Im sogenannten Kuipergürtel jenseits der Neptunbahn soll es allein 70.000 Objekte mit mehr als hundert Kilometer Durchmesser geben - und ungezählte kleinere Exemplare. Doch nur die wenigsten davon kennen wir bisher. Batygin und Brown hatten sich die elliptischen Bahnen von sechs besonders weit von der Sonne entfernten Brocken aus Gestein und Eis angesehen. Dabei war ihnen aufgefallen, dass diese sehr ähnliche Eigenschaften haben.

Diese Besonderheiten, so argumentieren sie, ließen sich am besten mit einem noch unbekannten Planeten erklären. Die Wahrscheinlichkeit, dass allein Zufall für die beobachteten Bahnen der sechs Objekte verantwortlich sei, liege bei 1 zu 15.000, so die Forscher. Das bedeutet, dass die statistische Signifikanz bei 3,8 Sigma liegt. Etwa in der Teilchenphysik werden allerdings 5 Sigma vorausgesetzt, um ganz sicher von einer Entdeckung sprechen zu können. Dann ist die Wahrscheinlichkeit etwa eins zu 3,5 Millionen, dass ein Effekt doch nur Zufall ist.

"Wäre auch total zufrieden, wenn jemand anders ihn findet" - Der bisher unbekannte Himmelskörper könnte vor 4,5 Milliarden Jahren deutlich näher an der Sonne unterwegs gewesen sein als heute, sagen Batygin und Brown. Die Gravitationswirkung der anderen großen Planeten hätte ihn in diesem Fall nach und nach in die Außenbezirke unserer kosmischen Heimat befördert. Mit Teleskopen sollen Astronomen dort nun nach dem Himmelskörper fahnden. Allerdings liefert die aktuelle Veröffentlichung nur eine grobe Skizze der Bahn, auf der sie suchen müssen.

Wissenschaftler rechnen bei Entfernungen im Sonnensystem gern mit der sogenannten Astronomischen Einheit (AE). Da geht es um den mittleren Abstand zwischen Erde und Sonne - oder, wenn man es kompliziert mag, genau 149.597.870.700 Meter. Die Sonne ist also 1 AE von uns entfernt, die Raumsonde "New Horizons", weit jenseits des Pluto, aktuell etwa 35 AE.

Wo aber liegt der neue Planet auf dieser Skala? An seinem sonnennächsten Bahnpunkt, so vermuten Brown und Batygin, wäre er in etwa 200 AE zu finden, an seinem sonnenfernsten bis zu 1200 AE entfernt - das sind nur schwer vorstellbare Distanzen.

Wenn der Planet tatsächlich existiert und auf seinem Weg um die Sonne gerade vergleichsweise nahe ist, dann könnten sich seine Spuren womöglich in den bereits aufgenommenen Bildern früherer Beobachtungskampagnen der großen Teleskope finden. Ist er dagegen besonders weit draußen bei seinem Weg um die Sonne, lässt er sich womöglich nur mit dem besonders leistungsfähigen Keck- oder Subaru-Teleskop auf dem Mauna Kea in Hawaii gezielt beobachten.

"Ich würde ihn gern finden", lässt Brown wissen. "Aber ich wäre auch total zufrieden, wenn jemand anders ihn findet. Deswegen veröffentlichen wir dieses Papier. Wir hoffen, dass Menschen inspiriert werden und zu suchen anfangen."

Aber wie gesagt: Womöglich existiert "Planet Neun" eben doch nur in Computermodellen und Simulationen. Womöglich ist doch alles nur Zufall. Vielleicht aber auch nicht - dann muss die Landkarte unseres Sonnensystems neu gezeichnet werden.

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Portugal-Coach wollte CR7-Rücktritt verhindern

Aserbaidschans Siegestag in Rom gefeiert

Internationaler Gipfel in Baku erörtert Führungsansätze für wohlhabende und inklusive Gesellschaften

Aserbaidschan und FAO erörtern Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte

Aserbaidschan erörtert Zusammenarbeit im Bereich Arbeit und Sozialschutz mit Dschibuti und Guinea-Bissau

Cristiano Ronaldo hat seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet

Aserbaidschans Sportminister nimmt an Sportministerkonferenz des Europarats teil

Aserbaidschan und Estland erörtern Möglichkeit zur Ausrichtung von Wirtschaftsforen

Aserbaidschanische Parlamentssprecherin zu Arbeitsbesuch in Kasachstan

Kenia misst Ausbau der Beziehungen zu Aserbaidschan große Bedeutung bei

Aserbaidschans Futsal-Nationalmannschaft spielt 2:2 gegen Tschechien

U20-WM: Aserbaidschanischer Schachspieler gewinnt Bronze

Aserbaidschan plant Nationalen Aktionsplan gegen Luftverschmutzung

Siegestag in Toronto gefeiert

Möglichkeiten für estnische IT-Unternehmen auf aserbaidschanischem Markt erörtert

Aserbaidschans Siegestag in Israel gefeiert

In Aghdam lagern rund 30 Millionen Tonnen Abbruchabfälle

In Baku werden neue institutionelle Modelle für sich wandelndes Verwaltungsumfeld diskutiert

SOCAR und Comstock unterzeichnen endgültigen Kauf- und Verkaufsvertrag

Polnisches Portal: Mehr Züge aus China erreichen Aserbaidschan – Bedeutung des Mittleren Korridors wächst

Guinea will staatliche Dienstleistungen bis 2040 nach dem ASAN-Modell modernisieren

ASAN-Dienst unterzeichnet Kooperationsvereinbarungen mit Dschibuti, ESCWA und Sri Lanka

Ministerin: Pakistan wird Aserbaidschan in allen internationalen Fragen zur Seite stehen

Ministerin: Pakistan wird Aserbaidschan in allen internationalen Fragen zur Seite stehen

Mausoleen von Kalachana – Steinerne Zeugen der Geschichte VIDEO

Mausoleen von Kalachana – Steinerne Zeugen der Geschichte VIDEO

Präsident Ilham Aliyev: „ASAN-Dienst“ ist eine eigenständige aserbaidschanische Marke, die international auf Interesse stößt

Präsident: Aserbaidschan wird Bemühungen zur Förderung der Ziele für nachhaltige Entwicklung weiterhin unterstützen

UN-Gipfel für Innovationen in der öffentlichen Verwaltung beginnt in Baku

Ölpreise sinken

Aserbaidschanisches Öl kostet 106,81 US-Dollar pro Barrel

Gold und Silber verteuern sich

Recep Tayyip Erdoğan: „Es ist mir eine große Freude, Präsident Ilham Aliyev meine herzlichsten Wünsche zu übermitteln“

Erste Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva und ihre Familienangehörigen besuchen symphonische Show des weltberühmten Geigers David Garrett

London: Zweiter politischer Dialog zwischen Aserbaidschan und Großbritannien

Schachturnier zum sechsten Jahrestag des Sieges Aserbaidschans in Göteborg veranstaltet

Aserbaidschan und Estland bauen Zusammenarbeit in Bereichen Digitalisierung und Verkehr aus

2.313 Aserbaidschaner bei BP beschäftigt

Musikalische Komödie „Arschin mal alan“ wird in Moskau gezeigt

Katastrophenschutzminister: Aserbaidschan gilt weltweit als bedeutender Sportstandort

Weltmeisterschaften im Feuerwehr- und Rettungssport in Baku eröffnet

Matthew Bryza: US-Zwischenwahlen ändern nichts an Washingtons Kurs im Südkaukasus

Aserbaidschans Premierminister empfängt Delegation der Weltmeisterschaften im Feuerwehr- und Rettungssport

AZERTAC ist Medienpartner der AIREX 2026

Auf Social-Media-Konten von Präsident Ilham Aliyev Video zur AIREX 2026 veröffentlicht VIDEO

Aserbaidschan beim Filmfestival der Turkischen Welt in Istanbul vertreten

Aserbaidschanische Para-Karatekämpferin wird Europameisterin

Präsident Ilham Aliyev und First Lady Mehriban Aliyeva besuchen erste internationale Immobilienmesse „AIREX 2026“ AKTUALISIERT VIDEO

Paschinjan: Armenien baut bilateralen Handel mit Aserbaidschan aus

Dokumentarfilm „Öl und Tinte: Mit Öl geschriebene Geschichten“ feiert Premiere

„Sabah“ trifft in der UEFA Champions League auf norwegischen Vertreter

Botschafter: Saudi-Arabien zeigt Solidarität mit Aserbaidschan durch Opferfleischspende

Rohöl: Volatile Ölpreise

AIREX 2026: Erste internationale Immobilienmesse Aserbaidschans in Baku eröffnet

Gold- und Silberpreise steigen

Aserbaidschanische Karatekämpfer gewinnen sieben Goldmedaillen beim Turnier in Sofia

VfB Stuttgart erlebt enttäuschenden Champions-League-Abend

Preis von Azeri Light kostet mehr als 113 US-Dollar

Aserbaidschans touristisches Potenzial in St. Petersburg präsentiert

Aserbaidschans Siegestag in Bukarest gefeiert

Aserbaidschan präsentiert touristisches Potenzial in Jordanien

Delegation der ADA-Universität besucht führende italienische Hochschulen

SOCAR-Präsident trifft Vorsitzenden von KazMunayGas

Erklärung der Nationalversammlung der Republik Aserbaidschan anlässlich des Siegestages am 8. November

Aserbaidschan und Usbekistan wollen im Bereich der Rentenversicherung zusammenarbeiten

Preis von Azeri Light gesunken

US-Militärexperten präsentieren Buch über Krieg um Garabagh

Aserbaidschan und Großbritannien verhandeln über neues Doppelbesteuerungsabkommen

Matthew Bryza: US-Investoren zeigen wachsendes Interesse an KI-Infrastruktur in Aserbaidschan

Vertrag über ewige Freundschaft zwischen Aserbaidschan und Usbekistan ratifiziert

Italienisch-aserbaidschanisches Wirtschaftsforum findet in Baku statt

Sabina Aliyeva erneut zur Ombudsfrau Aserbaidschans gewählt

Präsident Ilham Aliyev empfängt neu ernannten Botschafter Kenias VIDEO

Präsident Ilham Aliyev empfängt neu ernannten Botschafter von Laos VIDEO

Stipendiatin des Staatlichen Programms wird Dozentin an der Universität Oxford

Professorin an der Hitotsubashi-Universität: Aserbaidschan ist ein wichtiger Partner Japans

Gold- und Silberpreise geben nach

Ölpreise steigen

Siegestag in Finnland gefeiert

Pakistanische Influencer machen sich mit touristischen Möglichkeiten Aserbaidschans vertraut

Judo: Ibrahim Talibov kehrt als erster Goldmedaillengewinner Aserbaidschans von IV. Olympischen Jugend-Sommerspielen in die Heimat zurück

Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 8. November in Norwegen

Partei Neues Aserbaidschan veranstaltet Feier zum Tag des Sieges

IMMAF-Weltmeisterschaft: Aserbaidschanischer Kämpfer feiert ersten Sieg

Dakar 2026: Aserbaidschanischer Judoka gewinnt Goldmedaille

Aserbaidschanischer Karatekämpfer gewinnt Silbermedaille in Sofia

AZCON und Kasachstans Staatsfonds Samruk-Kazyna bauen strategische Zusammenarbeit aus

Gründung eines aserbaidschanisch-chinesischen Industrieparks erörtert

Gökdeniz Karadeniz: „Aserbaidschanische Mannschaften erzielen in den letzten Jahren wichtige Erfolge in Europa“

Aserbaidschanischer Künstler Taleh Mirkazim eröffnet Ausstellung „TRACES“ in Luxemburg

NBA: Luka Doncic glänzt an seinem Feiertag

Neuer japanischer Botschafter überreicht Jeyhun Bayramov Kopie seines Beglaubigungsschreibens

Aserbaidschan fördert Dialog zwischen verschiedenen Plattformen

Aserbaidschans Kulturerbe auf Festival in Südkorea präsentiert

Medien- und Rundfunkrat fordert Medien zur Nutzung offizieller Quellen bei Präsidenten-Berichten auf

Jugend-Schach-EM 2026: Aserbaidschan tritt mit 40 Spielern an

Institut für Archäologie und Anthropologie Aserbaidschans und italienische Romualdo-del-Bianco-Stiftung bauen Zusammenarbeit aus

ANAMA: Im Oktober mehr als 4 Tausend Minen und Blindgänger geräumt

Präsident Erdoğan gratuliert Präsident Aliyev und dem aserbaidschanischen Volk zum bevorstehenden Tag des Sieges

Delegation der Nationalen Verteidigungsuniversität Aserbaidschans zu Besuch in den USA

Gold- und Silberpreise zugelegt