Barbie in der Krise
Baku, den 16. April (AZERTAG). Schwere Zeiten für Plastikblondinen. Die legendäre Spielzeugpuppe Barbie kommt offenbar nicht mehr so gut an. Die Umsätze lagen im ersten Quartal um sechs Prozent unter dem Vorjahreszeitraum - Hersteller Mattel ist besorgt.
Es gebe eine Menge Arbeit, sagte Mattel-Chef Bryan Stockton am Montag bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Neben Barbie verkauften sich auch andere Klassiker des weltgrößten Spielwarenherstellers deutlich schlechter als noch ein Jahr zuvor.
Der Umsatz von Mattel sank um insgesamt zwei Prozent auf 928 Millionen Dollar. Schwachpunkt war der Heimatmarkt. Die Amerikaner hatten sich bereits im Weihnachtsgeschäft mit dem Spielzeug-Kauf zurückgehalten. Mattel steuerte mit Einsparungen gegen. Nun brach der Gewinn um die Hälfte auf acht Millionen Dollar ein. Der Aktienkurs gab kräftig nach.
Die Spielzeug-Klassiker von Mattel konkurrieren im Kinderzimmer immer stärker gegen elektronische Spielereien wie Apples Tablet-Computer iPad oder Videospiele-Konsolen wie Microsofts Xbox. Die Verkäufe von Barbie gingen überdurchschnittlich stark um sechs Prozent zurück, die Spielzeugautos Hot Wheels verloren fünf Prozent. Der Umsatz des Baby-Spielzeugs von Fisher Price stagnierte.
Aus dem Hause Mattel stammen auch die Matchbox-Autos, ferngesteuerte Fahrzeuge von Tyco oder die American-Girls-Puppen. Im vergangenen Jahr hatte sich der US-Konzern zudem die Figuren Bob der Baumeister und Pinguin Pingu als Verstärkung geholt. Mattel übernahm den britischen Rechteinhaber Hit Entertainment für 680 Millionen Dollar. Zu den schärfsten Konkurrenten gehört die ebenfalls US-amerikanische Hasbro.